Cash for car

Ein Arbeitnehmer kann seinen Firmenwagen gegen eine Mobilitätszulage eintauschen, wenn er dies wünscht und sein Arbeitgeber damit einverstanden ist. Mit dieser Mobilitätszulage muss es ihm möglich sein, nachhaltigere Verkehrsmittel zu benutzen, um sowohl seine privaten Fahrten als auch den Arbeitsweg zurückzulegen.

1.Einführung, Gewährung und Gültigkeitsbedingungen der Mobilitätszulage

Der Arbeitgeber entscheidet, ob er das System der Mobilitätszulage in seinem Unternehmen oder in bestimmten Unternehmensbereichen einführt. Dennoch kann er seinen Arbeitnehmern diese Zulage nicht auferlegen. Bei Einführung der Mobilitätsprämie muss er alle Arbeitnehmer über die Bedingungen informieren, mit denen diese Zulage verbunden ist.

Hinweis: Nur die rein private Nutzung des Firmenwagens und die Fahrten zur Arbeit und nach Hause sind in eine Zulage umwandelbar, nicht aber die beruflichen Fahrten. Ebenfalls von dieser Gesetzesregelung ausgeschlossen sind Lieferwagen, bei denen es sich um Nutzfahrzeuge handelt.

2.Höhe der Mobilitätszulage

Die Mobilitätszulage besteht in einem Geldbetrag, der dem auf Jahresbasis berechneten Wert des Vorteils durch den Firmenwagen entspricht, welcher nun zurückgegeben wird.

Dieser Wert ist auf 20 % von 6/7 des Katalogwertes des Fahrzeugs festgelegt.

3.Indexierung der Mobilitätszulage 

Der Katalogwert, der als Berechnungsgrundlage für die Mobilitätszulage dient, wird jedes Jahr am 1. Januar an den Index angeglichen. Falls die Sozialpartner sich hierüber nicht einigen können, wird ein Königlicher Erlass den anwendbaren Indexierungsmechanismus festlegen.

4.Dauer des Anspruchs auf Mobilitätszulage

Der Anspruch auf eine Mobilitätszulage endet spätestens am 1.Tag des Monats:

-  in dem der Arbeitnehmer erneut einen Firmenwagen erhält;

-  in dem der Arbeitnehmer eine Funktion ausübt, für die im Lohnsystem des Arbeitgebers kein Firmenwagen vorgesehen ist.

Die erneute Nutzung eines Firmenwagens ist auf Antrag des Arbeitnehmers oder auf Wunsch des Arbeitgebers möglich.

Wenn der Arbeitgeber die Mobilitätszulage nach erneuter Gewährung eines Firmenwagens weiterzahlt oder weiterhin sonstige Vorteile in Zusammenhang mit dem (ersetzten) Firmenwagen gewährt, beispielsweise eine Tankkarte, Kfz-Versicherung o. Ä., verliert die Mobilitätszulage ihren vorteilhaften sozial- und steuerrechtlichen Status.

5.Sozialversicherungsaspekt

Die Mobilitätszulage fällt nicht unter den Begriff Entlohnung und ist somit nicht den üblichen Sozialversicherungsbeiträgen unterworfen.

Auf die Mobilitätszulage fällt allerdings ein Solidaritätsbeitrag an.

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