Finanzierung der Projekte zur Burnout-Prävention

Die Problematik der Burnout-Prävention zählt zu den Prioritäten des überberuflichen Abkommens 2017-2018. In diesem Sinne haben die Sozialpartner eine Initiative ins Leben gerufen, die Unternehmen und Sektoren in Ihrem Vorhaben stärkt und unterstützt, die Risiken in Verbindung mit Burnout vorzubeugen. Der Antrag auf die Subvention ist von einem (oder mehreren) Arbeitgeber(n) oder von einer paritätischen (Unter-)Kommission zu stellen.
Das Projekt muss aus kollektiven Aktionen bestehen und nicht darin, Arbeitnehmer, die Opfer von Burnout sind, individuell zu begleiten.

Die Aktionen können folgende Formen annehmen:

1° Begleitung einer oder mehrerer Arbeitgeber bzw.Bereitstellung eines Betreuerpools für die Arbeitgeber eines bestimmten Sektors für ein Thema oder mehrere Themenbereiche:

-        Information und Sensibilisierung

-        Festlegung von Präventionsmaßnahmen

-        Einführung dieser Maßnahmen und insbesondere von Initiativen in den Bereichen Schulung, Sensibilisierung, Unternehmenskultur, Kompetenzenmanagement, Leadership-Entwicklung 

-        Bewertung dieser Maßnahmen

Diese Begleitung umfasst nicht die konkrete Umsetzung der Maßnahmen.

2° Forschungsprojekt

3° Entwicklung von Präventions- bzw.Interventionstools

Die Aktionen dürfen nicht bereits durchgeführt worden oder Gegenstand anderer Subventionen gewesen sein.

Es soll darauf hingewiesen werden, dass sie weder Ersatz für die Aufgaben des Gefahrenverhütungsberaters für psychosoziale Aspekte noch für die Risikoanalyse gemäß dem Kodex über das Wohlbefinden am Arbeitsplatz sind.

Höhe der Subvention

Der Subventionsbetrag wird pauschal festgelegt und beträgt 8.000 € pro Projekt.Wird das Projekt jedoch von einer paritätischen (Unter-)Kommission eingereicht, kann die Subvention bis zu 24.000 € betragen.

Praktische Modalitäten

Der Subventionsantrag ist zwischen dem 1.Juni und 31.Juli auf elektronischem Wege anhand des Formulars auf der Website des FÖD Beschäftigung und des Nationalen Arbeitsrats (NAR) einzureichen.

Monitoring der Projekte

Der Betreuer nimmt mindestens an einer Monitoring- und an einer Abschluss-Sitzung teil, die vom NAR organisiert werden.

Der FÖD Beschäftigung leitet die abschließenden Bewertungsberichte an den NAR weiter.

Inkrafttreten

Diese Maßnahmen traten am 1.Juli 2018 rückwirkend in Kraft und gelten für Subventionsanträge, die ab diesem Datum eingereicht wurden.

Quelle: www.ucm.be

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