Mobilitätsbudget

Das Mobilitätsbudget sieht vor, dass ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern vorschlagen kann, den Firmenwagen gegen eine Kombination von verschiedenen und umweltfreundlicheren Verkehrsmittel einzutauschen, um zur Arbeit zu gelangen.

Wie bei der Mobilitätszulage, welche im März dieses Jahres eingeführt wurde, so sieht auch das Mobilitätsbudget eine Entscheidungsfreiheit für beide Parteien vor.

1. Welche Arbeitnehmer kommen in Frage?

  • Für die Arbeitnehmer, die in den letzten drei Jahren bereits während 12 Monaten, wovon mindestens drei Monate ununterbrochen vor dem Antrag, über einen Firmenwagen verfügt haben.
  • Für die Arbeitnehmer, die auf Grundlage ihrer Funktion im Unternehmen ein Anrecht auf einen Firmenwagen haben, dieses Anrecht jedoch nicht wahrgenommen haben.  In diesem Fall muss das Anrecht auf einen Firmenwagen in den letzten drei Jahren bereits während 12 Monaten, wovon mindestens drei Monate ununterbrochen vor dem Antrag, bestehen.

2. Was sieht das Mobilitätsbudget vor?

Die Höhe des Mobilitätsbudgets hängt von den tatsächlichen Kosten ab, die dem Arbeitgeber durch den Firmenwagen entstehen.

Diese Gesamtkosten ("Total Cost od Ownership" oder TCO) beinhalten die Kosten für die Finanzierung des Fahrzeugs, aber auch alle damit verbundenen Kosten für Treibstoff, Versicherugnen, CO2-Solidaritätsbeitrag, nicht abzugsfähige Mehrwertsteuer,...

Eine Änderung der Funktion im Unternehmen, die einen Arbeitnehmer in eine höhere oder niedrigere Fahrzeugkategorie einordnet, hat einen positiven oder negativen Einfluss auf die Höhe des Budgets.

3. Wofür soll es eingesetzt werden?

Das Mobilitätsbudget umfasst eine Kombination verschiedener Verkehrsmittel.

Die Arbeitnehmer können das Mobilitätsbudget auf drei Säulen mit jeweils eigener sozialer und steuerlicher Abwicklung verteilen.

Säule 1: Firmenwagen

Säule 2: Nachhaltige Verkehrsmittel und Dienstleistungen

Säule 3: Verbleibender Betrag

4. Dauer und Verbot der Kumulierung

  • Dauer:

Die Gewährung des Mobilitätsbudgets endet am ersten Tag des Monats, in dem der Arbeitnehmer eine Funktion ausübt, die nicht mit einem Firmenwagen in Verbindung steht.

  • Verbot der Kumulierung:

Ab dem ersten Tag des Monats, in dem das Mobilitätsbudget bewilligt wird, entfallen die bestehenden Verpflichtungen des Arbeitgebers, sich an den Fahrtkosten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu beteiligen.

Umgekehrt werden diese Verpflichtungen ab dem ersten Tag des Monats, in dem das Mobilitätsbudget endet, wieder verbindlich.

5. Schlussfolgerung

Mit dem Mobilitätsbudget setzt sich die Regierung so weit wie möglich für Multimodalität ein.

Das Mobilitätsbudget schafft nicht den Firmenwagen ab. Er kann weiterhin Teil des Mobilitätspaketes sein, muss aber mindestens so umweltfreundlich sein wie das Fahrzeug, auf das verzichtet wird.

Hauptziel ist es, die Nutzung nachhaltigerer Verkehrsmittel zu fördern. Einerseits dadurch, dass das für diesen Pfeiler vorgesehene Budget vollständig von der Sozialversicherung und den Steuern befreit wird. Andererseits dadurch, dass man das restliche Geld einem hohen Sozialbeitrag zu Lasten des Arbeitnehmers unterwirft.

Quelle: www.sdworx.be


 

copyright ©2018 Mittelstandsvereinigung der Deutschsprachigen Gemeinschaft