Zehn Tage Vaterschaftsurlaub für Selbstständige

Ab dem 1. Mai 2019 haben Selbstständige ebenso wie Lohnempfänger Anspruch auf zehn Tage Vaterschaftsurlaub.

Dieser muss in den ersten vier Monaten nach der Geburt entweder als ganze oder als halbe Tage genommen werden.Die Entschädigung beträgt 80,82 Euro pro Tag.Junge Papas, die nur maximal acht Tage in Anspruch nehmen, erhalten fünfzehn kostenlose Dienstleistungsschecks.

Ende 2017 hatten die UCM und der Familienverband eine gemeinsame Umfrage über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Selbstständigen durchgeführt.Daraus ergab sich, dass der Wunsch nach einem Vaterschaftsurlaub besteht.Die UCM betonte, dass dabei Flexibilität gefragt sei, um den realen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.Eine Verpflichtung für Selbstständige, zehn Tage lang jegliche Geschäftstätigkeit einzustellen, würde das Ziel teilweise verfehlen. 

Die nun gewählte Option ist mit den Erfordernissen der Unternehmertätigkeit vereinbar.Der Selbstständige gibt mittels einer Erklärung gegenüber seiner Sozialversicherungskasse die ganzen oder halben Tage an, die er seiner Familie und seinem Baby widmet.Die Entschädigung erfolgt pauschal: 80,82 Euro für einen ganzen Tag; 40,41 Euro für einen Vormittag oder einen Nachmittag.Das Vaterschaftsgeld beträgt somit insgesamt 808,20 Euro.

Sollte der Selbstständige aus persönlichen Gründen nur maximal acht Tage in Anspruch nehmen, werden ihm fünfzehn Dienstleistungsschecks gewährt. 

Der Gesetzesvorschlag sieht ein Inkrafttreten der Maßnahme zum 1. Mai vor.Diese Frist ist angesichts der Unterstützung durch acht Parteien, die eine breite Mehrheit der Abgeordneten auf sich vereinen, durchaus denkbar.

Quelle: UCM

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