Coronavirus: Was tun, wenn …?

1.   ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert ist. Es gelten dieselben Regeln wie für jeden anderen Krankheitsurlaub. Als Arbeitgeber zahlen Sie ihm ein garantiertes Gehalt (gemäß der normalen Regelung für Arbeiter und Angestellte).
2.   ein Mitarbeiter im Ausland blockiert ist oder nach seiner Rückkehr durch die zuständigen Behörden unter Quarantäne gestellt wird. In diesen Fällen handelt es sich um höhere Gewalt. Ihr Mitarbeiter hat Anspruch auf ein zeitweiliges Arbeitslosengeld. Wie wird ein Antrag auf zeitweilige Arbeitslosigkeit aufgrund von höherer Gewalt eingereicht?

Sie machen eine elektronische Mitteilung an das LFA (Begründung = Coronavirus). Anschließend müssen Sie eine schriftliche Akte mit Beweisstücken nachreichen. Siehe LFA-Website.

3.   ein Mitarbeiter aufgrund der Angst vor einer Kontamination zu Hause bleiben möchte. Dies kann nur in gegenseitigem Einvernehmen erfolgen. Wenn die Arbeit es erlaubt, können Sie individuelle oder kollektive Vereinbarungen bezüglich Heimarbeit treffen. Sie können ebenfalls akzeptieren, dass Ihr Mitarbeiter bezahlten oder unbezahlten Urlaub (= erlaubte Abwesenheit) nimmt.
4.   ein Mitarbeiter nicht arbeiten kommen kann, weil die Schule oder Kinderkrippe geschlossen ist. Dies ist kein berechtigter Grund, zu Hause zu bleiben. Ihr Mitarbeiter muss sein(e) Kind(er) betreuen lassen und arbeiten kommen. Sollte dies nicht möglich sein, kann er einen Urlaub aus zwingenden/familiären Gründen nehmen. Sie können ebenfalls akzeptieren, dass Ihr Mitarbeiter bezahlten oder unbezahlten Urlaub (= erlaubte Abwesenheit) nimmt. Ein Vollzeitbeschäftigter hat Anspruch auf 10 Tage Urlaub aus zwingenden/familiären Gründen pro Jahr. Normalerweise werden diese nicht entlohnt. Eine Bescheinigung der Schule oder der Kinderkrippe (Szenario 4) oder des Arztes (Szenario 5) wird als Nachweis verlangt.
5.   ein Mitarbeiter nicht arbeiten kommen kann, weil er sich um ein krankes Familienmitglied kümmern muss. Ihr Mitarbeiter kann einen Urlaub aus zwingenden/familiären Gründen nehmen. Sie können ebenfalls akzeptieren, dass Ihr Mitarbeiter bezahlten oder unbezahlten Urlaub (= erlaubte Abwesenheit) nimmt.
6.   ein Arbeitgeber aufgrund des Virus keine/nicht genug Arbeit für seinen Mitarbeiter hat. Mangelnde Versorgung und somit keine Arbeit für einen oder mehrere Mitarbeiter? Diese Situation wird als Fall höherer Gewalt angesehen. Ihr Mitarbeiter hat Anspruch auf ein zeitweiliges Arbeitslosengeld. Wie wird ein Antrag auf zeitweilige Arbeitslosigkeit aufgrund von höherer Gewalt eingereicht?

Siehe Szenario 2.

Rückgang der Anzahl Kunden und somit weniger Arbeit, aber die Aktivitäten können fortgeführt werden? Sie können eventuell ein System von zeitweiliger Arbeitslosigkeit aus wirtschaftlichen Gründen beantragen. Achtung: Die Antragsprozedur ist für Arbeiter und Angestellte unterschiedlich.

Siehe LFA-Website.