Objectif Proximité – Das neue Förderprogramm zur Redynamisierung des Handels

Die Regierung der Wallonischen Region hat die Wiederbelebung der Dorf- und Stadtkerne zu einer Priorität gemacht. In diesem Zusammenhang hat Wirtschaftsminister Willy BORSUS die Maßnahme „Objectif Proximité“ ins Leben gerufen. Diese Maßnahme ist Teil des Plans „Horizon Proximité“. Auch an die Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde im Oktober ein Aufruf zur Einreichung einer Bewerbung gerichtet.

Willy BORSUS: „In der Wallonie ist heute ein hoher Anteil an leerstehenden Geschäftsflächen zu beobachten, auch wenn diese Zahl im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2020 um 2,7 % auf heute 17,2 % gesunken ist. Ein gesunder Handel in unseren Innenstädten und Dörfern ist für das Wirtschaftsleben unserer Region von entscheidender Bedeutung. Unsere Arbeit muss daher mit Nachdruck fortgesetzt werden, um unsere Zentren neu zu beleben und den lokalen Handel wieder in unsere Städte und Dörfer zu bringen.“ (freie Übersetzung)

Die Einreichung von Bewerbungen steht allen Städten und Gemeinden in der Wallonie offen.

Der von der Regierung beschlossene Mechanismus hat die Form einer Prämie für die Niederlassung oder die Entwicklung einer Aktivität und zielt darauf ab, den physischen Handel in den städtischen und dörflichen Zentren der Wallonie weiterzuentwickeln oder neu zu etablieren.

Dieses neue Instrument setzt die Mechanismen „Créashop-Villes“ und „Créashop-Plus“ fort, die in 36 wallonischen Städten und Gemeinden eingeführt und positiv bewertet wurden.

Die Fördermaßnahme „Objectif Proximité“ umfasst zwei wichtige Weiterentwicklungen:

  • Alle wallonischen Städte und Gemeinden, die dies wünschen, können sich für die Projektausschreibung bewerben, nachdem sie eine kommerzielle Diagnose ihrer Dorf- bzw. Stadtkerne durchgeführt haben (lokale Jurys werden die eingereichten Projekte bewerten).
  • Sie ist nicht nur Projektträgern vorbehalten, die sich in einer leerstehenden Geschäftsfläche niederlassen möchten, sondern ist auch offen für etablierte Einzelhändler, die ihre Tätigkeit substanziell neu ausrichten möchten.

Der Projektaufruf besteht also aus zwei Teilen:

  • „Ich lasse mich nieder“ („Je m’installe“): Hiermit soll die Ansiedlung neuer Geschäftstätigkeiten in leerstehenden Geschäftsflächen unterstützt werden.
  • „Ich erfinde mich neu“ („Je me réinvente“) richtet sich an Geschäftsleute, die sich neu positionieren und/oder ihr Geschäft auf innovative Weise und in Einklang mit dem ermittelten Bedarf des Dorf-/Stadtkerns weiterentwickeln möchten.

Die an die Bewerber gezahlte Prämie entspricht 60% der förderfähigen Ausgaben, mit einem Höchstbetrag von EUR 6.000,-.

Vor dem Hintergrund der steigenden Energiekosten können auch bestimmte Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz für die Prämie in Frage kommen.

Ziel ist es, neue, dynamische, kreative, innovative und attraktive Aktivitäten zu fördern, um die Attraktivität der Stadtzentren und Dorfkerne zu steigern.

Weitere Auskünfte erhalten interessierte Geschäftsleute bei den teilnehmenden Gemeinden.

Quelle: Dieser Beitrag wurde von Eric Chavet auf Basis der Pressemitteilung des Kabinetts Willy BORSUS „Objectif Proximité : l’appel à candidature est lancé – Redynamiser le commerce dans nos centres-villes et nos villages“ vom 17.10.2022 verfasst. Er nimmt für UCM am Regionalen Lenkungsausschuss teil und ist zuständig für die Gesamtkoordination von „Objectif Proximité“ auf dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Kontakt: eric.chavet@ucm.be

Pressemitteilungen des Kabinetts Willy BORSUS: https://borsus.wallonie.be/home/communiques-de-presse/communiques-de-presse.html