Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung

Regionalkonferenz „Ostbelgien leben 2025“

Die Digitalisierung wird früher oder später in alle Lebensbereiche vordringen.

„Wir sind zwar mittendrin. Die Digitalisierung beginnt aber gerade erst.“ Diese etwas provokante These formulierte Stefan Möhler, Geschäftsführer und Senior Consultant der Unternehmensberatung „Netzvitamine GmbH“ in seinem Impulsreferat mit dem Titel „Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für den Standort Ostbelgien.“Er führte in seinem Vortrag eindrucksvoll vor Augen, dass zwar viele digitale Angebote heutzutage wie selbstverständlich genutzt werden, dass aber oft das Wissen über diese Technologien und damit einhergehend eine digitale Strategie fehle. Und obwohl die Digitalisierung auf der einen Seite immer wichtiger werde, wird es auf der anderen Seite immer schwieriger, über sie Aufmerksamkeit zu erlangen.

Daten sind das „neue Öl“

„Heutzutage werden rund 2,5 Trillionen Bytes Daten pro Tag produziert. Und mit Daten wird heute mehr Geld verdient als mit Rohstoffen. Daten sind das neue Öl“, so Möhler. Künstliche Intelligenz macht’s möglich.

Seine Prophezeiung für die Zukunft: „Alles was nicht digitalisiert werden kann, z. B. Geist, Empathie und Herzlichkeit, wird wertvoll.“

Nicht nur mit Digital Convenience und Unique Content & Storytelling komme man seiner Meinung nach zukünftig in der digitalen Welt weit, sondern auch mit Calm Technology, sozusagen einer „leisen“ Technik. „Es lohnt sich nicht, hinter jedem digitalen Trend hinterherzurennen“, so Möhler.

Wie sieht die Praxis aus?

Die Konferenz bot rund 180 ostbelgischen Bürgern, Gemeinden, Unternehmen, Vereinen und Einrichtungen als Teil des Regionalen Entwicklungskonzeptes, kurz REK, ein Forum, um über erfolgreiche Umsetzungen zu berichten und Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Denn auch in Ostbelgien wird die optimale Nutzung der Digitalisierung zukünftig ein entscheidender Faktor im Standortwettbewerb ländlicher Regionen um Unternehmen und Einwohner sein. Nach dem spannenden Impulsreferat bot sich daher in anschließenden Workshops die Möglichkeit, verschiedene Themen zu vertiefen. Zur Auswahl standen:

  • Berufliche Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung der Arbeitswelt: die Digitalisierung bietet in der Arbeitswelt viele Vorteile: Mitarbeiter können durch Automatisierung entlastet werden, Daten sind überall und jederzeit verfügbar, das Büro wird zunehmend papierlos.
  • Digitale Dörfer: Digitalisierung in ländlichen Gebieten: das Thema Digitalisierung steht bei den Menschen in den Dörfern als solches nicht auf der Tagesordnung. Für eine Vielzahl von Projekten ist Digitalisierung auch nicht nötig. Die Herausforderung besteht darin, die Chancen der Digitalisierung aufzuzeigen.
  • Digitalisierung im Gesundheitswesen: Es wurde deutlich, dass der medizinische Sektor ein Sektor zwischen zwei Welten ist- zwischen Papier und dem Digitalen.
  • Digitalisierung im Tourismus: Markenverständnis – die Bedeutung der Marke im Social Web:
  • Ein erster Schritt wäre es, ein schnelles und funktionierendes Internet in Ostbelgien zu schaffen, der zweite Schritt besteht darin, das Angebot über das Internet zu kommunizieren. Das gilt auch für die Tourismusbranche. Insbesondere viele ältere Betreiber von Hotels kommen der Digitalisierung nicht nach. Dafür ist es wichtig, Kurse zu geben, zum Beispiel wie man sein Hotel oder Ferienhaus im Netz besser präsentieren kann.
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